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Badrenovierung kalkulieren: Schritt für Schritt für Handwerksbetriebe

Veröffentlicht am 18. April 2026

B
Verfasst von:

Bulido

Modernes Badezimmer mit hellen Fliesen und freistehender Badewanne

Auf dieser Seite

  • Warum die meisten Bad-Angebote zu niedrig liegen
  • Schritt 1: Aufmaß und Bestandsaufnahme
  • Schritt 2: Materialkosten
  • Fliesen, Fugen, Kleber
  • Sanitär und Armaturen
  • Elektro
  • Schritt 3: Lohn
  • Schritt 4: Marge und indirekte Kosten
  • Schritt 5: Angebot beim Kunden präsentieren
  • Angebotsvorlage in Bulido

Komplettes Schema zur Kalkulation einer Badrenovierung: vom Aufmaß über Material bis zu Marge und Angebotspräsentation. Praxistauglicher Spickzettel, der bei jedem Auftrag Stunden spart.

Auf dieser Seite

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  • Warum die meisten Bad-Angebote zu niedrig liegen
  • Schritt 1: Aufmaß und Bestandsaufnahme
  • Schritt 2: Materialkosten
  • Fliesen, Fugen, Kleber
  • Sanitär und Armaturen
  • Elektro
  • Schritt 3: Lohn
  • Schritt 4: Marge und indirekte Kosten
  • Schritt 5: Angebot beim Kunden präsentieren
  • Angebotsvorlage in Bulido

Eine saubere Kalkulation ist die halbe Miete. Kalkulierst du zu niedrig, arbeitest du umsonst oder zahlst aus eigener Tasche drauf. Kalkulierst du zu hoch, meldet sich der Kunde nicht mehr und holt drei Angebote von der Konkurrenz. Hier ist das Schema, mit dem Ausbaubetriebe arbeiten, die 20 oder mehr Bäder im Jahr machen.

Schnelles Fazit

Die meisten zu niedrigen Angebote entstehen nicht durch Konkurrenzdruck, sondern durch vergessene Positionen. Dieses Schema erledigt die vier häufigsten Fehler in einem Rutsch.

Warum die meisten Bad-Angebote zu niedrig liegen

Die typischen Gründe:

  • Frei aus dem Kopf kalkuliert statt mit Vorlage: zwei, drei Positionen fallen sicher hinten runter.
  • Kein Puffer für Überraschungen (alte Leitungen, schiefe Wände, versteckte Schäden).
  • Indirekte Kosten nicht eingerechnet: Anfahrt, Fahrzeit, Schuttentsorgung.
  • Lohnstunden zu knapp angesetzt: der Kunde ändert sowieso noch etwas, und du steckst schon im Festpreis.

Alle vier lassen sich mit einem festen Ablauf vermeiden. So geht's.

Schritt 1: Aufmaß und Bestandsaufnahme

Fahr zum Objekt. Miss:

  • Raummaße: Länge, Breite, Höhe. Boden- und Wandfläche ausrechnen.
  • Fliesenfläche: Boden und Wand getrennt (Tür- und Fensteröffnungen abziehen).
  • Zustand der Installation: Müssen Rohre, Kabel, Dosen erneuert werden? Mach Fotos.
  • Sanitärobjekte zum Austausch: Wanne oder Dusche, Waschbecken, WC, Bidet.

Alles an einer Stelle notieren.

Aus der Praxis

Handyfotos sind dein Beleg, wenn der Kunde nach einem Monat fragt, warum das so viel kostet. Speicher sie in einem eigenen Ordner mit dem Kundennamen, nicht in der allgemeinen Galerie.

Schritt 2: Materialkosten

Hier verlieren die meisten Geld. Material in Kategorien aufteilen:

Fliesen, Fugen, Kleber

  • Fliesen mit 10% Verschnitt für Schnitte und Bruch.
  • Kleber passend zum Format: für Großformate Kleber der Klasse C2TE S1.
  • Farbige Fugen: den Mehrpreis vorher mit dem Kunden klären.
  • Profile, Fliesenkreuze, Silikon.

Sanitär und Armaturen

  • Armaturen, Brauseköpfe, Duschrinnen.
  • Sanitärkeramik (Wanne, Waschbecken, Wand- oder Stand-WC).
  • Vorwandsysteme, WC-Sitze, Siphons.
  • Eckventile, eines pro Anschlusspunkt.

Elektro

  • Steckdosen IP44, Schalter, Deckenleuchten plus LED-Streifen unter dem Spiegel.
  • Kabel, Dosen, Sicherungen, falls der Verteiler mit erneuert wird.

Vorsicht bei Überraschungen

Schlag 5–10% Aufschlag aufs Material, für die Sachen, die du vergisst. Silikon, Abdeckprofile, Eckventile: irgendwas fehlt immer auf der Liste.

Schritt 3: Lohn

Den Lohn nach Gewerken aufteilen und einzeln kalkulieren:

Gewerk Einheit Hinweis
Demontage m² oder Stück je nach Umfang
Sanitärinstallation pro Anschlusspunkt Festpreis pro Punkt
Elektro pro Anschlusspunkt Festpreis pro Punkt
Putz, Spachtel m² nach Fläche berechnet
Bodenfliesen m² Format wirkt sich auf den Preis aus
Wandfliesen m² höhere Rate als beim Boden
Endmontage Sanitär pro Stück Preis pro Stück
Verfugen, Silikonieren m² oder lfm detailliert aufschlüsseln

Marge in der Praxis

Betriebe rechnen bei Badrenovierungen meist mit 18–25% Marge. Unter 15% arbeitest du quasi zum Selbstkostenpreis: Anfahrt, Werkzeug und Vorbereitung fressen den Rest auf.

Gib dem Kunden keinen Tagessatz. Gib Preise pro Ergebnis (m², Anschlusspunkt, Stück). Dann lässt sich Zeit für Überraschungen einplanen, ohne dass es Streit gibt.

Schritt 4: Marge und indirekte Kosten

Auf die Summe aufschlagen:

  • Anfahrt und Fahrzeit: real gerechnet, nicht über den Daumen.
  • Schuttentsorgung: Container plus Transport, mit Entsorgungsnachweis.
  • Werkzeug und Kleinmaterial (Klebebänder, Säcke, Folien): rund 3–5% der Materialsumme.
  • Firmenmarge: abhängig von Region und Positionierung. Unter 15% beim Bad lohnt sich nicht.

Schritt 5: Angebot beim Kunden präsentieren

Das Angebot ist deine Visitenkarte. Der Kunde vergleicht drei Angebote und nimmt das, das ist:

  1. Übersichtlich: nach Positionen aufgeschlüsselt, nicht ein einziger Posten "Badrenovierung 7.000 €".
  2. Professionell aufbereitet: PDF mit Logo, Kontaktdaten und Gültigkeitsdatum.
  3. Mit Zeitplan: der Kunde muss wissen, wann du anfängst und wann du fertig bist.
  4. Mit klaren Zahlungsmodalitäten: Anzahlung, Teilzahlungen, Schlussabnahme.

Angebotsvorlage in Bulido

In Bulido baust du das Angebot raum- und positionsweise auf. Den Leistungskatalog für Bäder, den du einmal anlegst, nutzt du bei jedem weiteren Auftrag. Statt zwei Stunden in Excel verschickst du das Angebot vom Handy auf der Rückfahrt vom Aufmaß.

Kostenloses Konto anlegen und ausprobieren. Das erste Angebot ist in 10 Minuten fertig.

Keine Samstage mehr für Angebote

Bulido verwandelt deinen Leistungskatalog in Angebote, die du direkt aus dem Transporter verschickst. Erstes Angebot in 10 Minuten.

Kostenloses Konto erstellen
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Bulido ist Software für Angebote und Kostenvoranschläge — für Handwerker, Renovierungs- und Bauunternehmen. Sie erstellen Kostenvoranschläge und Angebote schneller, kontrollieren Projekte und Abrechnungen und sparen Zeit durch Prozessautomatisierung.

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